Bärlauchpesto mit Pinienkernen und Cashewnüssen

Veganes Bärlauchpesto

 
Die Bärlauchsaison ist endlich eröffnet! Wie jedes Jahr duftet der Leipziger Frühling nach frischem Knoblauch, der den ganzen Auenwald durchzieht. Die Russen würzen ihre Speisen nicht zimperlich mit Knoblauch und auch in meiner Küche kommt die intensiv riechende Knolle regelmäßig zum Einsatz. Daher reißt mich der alljährliche Bärlauch-Hype auch immer mit und natürlich habe ich keine Mühe gescheut, um mich auf die Bärlauchjagd zu begeben – wobei von Jagd kann hier nicht die Rede sein, im Leipziger Auenwald sprießt der Bärlauch wie Unkraut. Beim Sammeln der Wildkräuter ist jedoch Vorsicht geboten. Sie sollten auf keinen Fall mit den giftigen Maiglöckchen-Blättern verwechselt werden. Folgt einfach Eurer Nase!

Übrigens ist das Bärlauchsammeln in Leipzig für den persönlichen Bedarf in kleinen Mengen zulässig. Dies gilt jedoch nicht für die Naturschutzgebiete. Der Bärlauch hat eine kurze Saison. Die Erntezeit geht von März bis Mai, wobei die noch jungen und zarten Blätter am besten schmecken. Blühender Bärlauch ist zwar auch essbar, jedoch verlieren die Blätter mit der Blütezeit ihr Aroma. Ist Bärlauch gesund? Absolut, denn er enthält neben Vitamin C, etliche Mineralstoffe wie Eisen, Kalzium, Magnesium und Zink sowie ätherische Öle. Die Frühlingspflanze macht dem Knoblauch von der Wirkung her definitiv Konkurrenz, hinterlässt jedoch weniger Körpergeruch.

Der Bärlauch ist im frischen Zustand besonders köstlich und sorgt nicht nur in Salaten, Kräuterdipps und pflanzlichen Aufstrichen für ein würziges Aroma, er verleiht zudem als Pesto Nudelgerichten eine knallgrüne Farbe. In der russischen Küche wird Bärlauch als Suppeneinlage und für Salate verwendet. Sehr beliebt ist klein geschnittener Bärlauch mit einer ordentlichen Portion Schmand. Auch als Püree oder Paste ist er ein idealer Brotaufstrich zu Borschtsch.

Pesto ist sicherlich keine russische Spezialität. Die pinienähnlichen Zedernüsse der sibirischen Zirbelkiefer dafür umso mehr, die auf jedem russischen Basar ungeschält gehandelt werden und zu einem beliebten Knabbersnack zählen. Auch das Olivenöl wird in der russischen Küche selten verwendet. Stattdessen kochen die Russen eher mit Sonnenblumen-, Senf- oder Leinöl. Da Olivenöl eine leichte Bitternote und einen dominanten Eigengeschmack hat, verwende ich es generell ungern in Pasten bzw. Pestos. Ich greife eher zum guten Sonnenblumenöl, damit man jede einzelne Komponente besser rausschmecken kann.

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Meine Sammelstelle: Bärlauch-Wiese im Wildpark Leipzig

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Mein Bärlauchpesto Rezept


 

Zutaten für ca. 400 g Bärlauchpesto

  • 150-200 g frischer Bärlauch
  • 50 g Pinienkerne
  • 50 g Cashewnüsse
  • 100 ml Sonnenblumenöl
  • 2 EL Zitronensaft
  • 1-2 TL Agavendicksaft
  • 1-2 TL Salz
  • Pfeffer

 


 

So wird’s gemacht…

1. Pinienkerne und Cashewnüsse kurz anrösten. Nicht zu dunkel werden lassen, sonst werden die Pinienkerne bitter.

2. Bärlauch gut putzen und in einer Salatschreuder trockenschleudern. Alternativ die Blätter auf einen Küchentuch legen, die Ecken zusammenhalten und durch den Raum oder im besten Fall draußen mit kreisenden Armbewegungen das restliche Wasser rausschleudern.

3. Danach die Blätter in grobe Stücke schneiden, geröstete Nüsse dazu geben und alles mit einem Pürierstab unter Zugabe von Sonnenblumenöl mixen. Zum Schluss mit Zitronensaft, Agavendicksaft, Salz und Pfeffer abschmecken.

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Das Bärlauchpesto hält sich mehrere Tagen im Kühlschrank. Für eine längere Aufbewahrung etwas mehr Salz in das Pesto hinzufügen, in ein Einmachglas füllen und mit 2-3 Esslöffel Öl aufgießen. Am besten schmeckt mir das Bärlauchpesto als Aufstrich auf Crackern und natürlich zu Nudeln. Es ist aber auch als Würzpaste für Suppen und Soßen super geeignet. Und das Beste daran ist, es lässt sich super schnell zubereiten. Lasst es Euch schmecken! Prijatnogo appetita!

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