Wareniki mit verschiedenen Füllungen und Kräuterdip

 
Wareniki mit Kohl- und Kartoffelfüllung
Was wäre die russische Küche ohne ihre unzähligen Teigtaschenrezepte? Pelmeni und Piroggen sind in aller Munde, aber es gibt eine weitere Köstlichkeit, die in der westlichen Küche noch nicht so etabliert ist. Die Rede ist von Wareniki. Einigen von Euch werden diese Teigtaschen eventuell bekannt vorkommen, denn sie haben große Ähnlichkeit mit den polnischen Pieroggi (nicht zu verwechseln mit den russischen Piroggen). Wareniki werden meistens mit veganen herzhaften Füllungen zubereitet und die Weitverbreitesten sind die Kohl- und Kartoffelfüllungen. Wer es eher süß mag, kann die Teigtaschen auch als Süßspeise zubereiten. So sind im Frühling und Sommer süße Füllungen mit Rhabarber oder Erdbeeren der Renner. Yummie, da läuft mir ja allein beim Gedanken daran, das Wasser im Mund zusammen. Und wenn man sich schon die Mühe gemacht hat, verschiedene Füllungen vorzubereiten, so wird gerne mal ein Vorrat angelegt. In meinem Elternhaus habe ich etliche Sonntage mit Kneten, Füllen und Formen verbracht, damit die Kühltruhen ordentlich mit Wareniki aufgestockt waren. Und die Chancen, sich davor zu drücken, lagen bei Null.

Früher habe ich ehrlicherweise oft zu fertigen Teigtaschen aus dem Supermarkt oder auf den Vorrat meiner Mama zurückgegriffen. In dem Teig der konventionellen Wareniki werden jedoch auch Eier und Milch verarbeitet. Und da auch für meine Mama ein Teig ohne Eier überhaupt nicht in Frage kommt, habe ich nun mein eigenes Rezept kreiert und mir schmeckt die vegane Variante sogar viel besser. Nur darf es meine Mama nicht erfahren ;-). Und hier ist mein unschlagbares Rezept. Zwar macht die Füllung gute Wareniki aus, mein Teig setzt dem Ganzen aber noch ein Häubchen auf. Ich hätte niemals gedacht, dass Hafermilch den Teig so geschmeidig macht.
 

Zutaten für den Teig (ca. 20 Teigtaschen)

  • 250 g Weizenmehl
  • 150 ml Hafermilch
  • 2 EL Sonnenblumenöl
  • 1 TL Salz

 


 

Für die Füllungen

Kartoffelfüllung

  • 3 mittelgroße Kartoffeln
  • 3 große Champignons
  • 1/2 Zwiebel
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • Petersilie
  • Salz und Pfeffer

 

Kohlfüllung

  • 1/4 vom Wirsingkohl
  • 1 mittelgroße Möhre
  • 1/2 Zwiebel
  • Salz und Pfeffer
  • Schnittlauch

 


 

Für den Dip

  • 200 g Sojajoghurt
  • 1 TL Agavendicksaft
  • Saft einer halben Limette
  • Petersilie und Dill
  • Salz und Pfeffer

 


 

So wird’s gemacht…

1. Geschälte Kartoffeln im gesalzenem Wasser ansetzen und gar kochen. In der Zwischenzeit für den Teig das Mehl in eine Schüssel geben und eine Mulde hineindrücken. Die Hafermilch, das Öl und Salz hineingeben und alles zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig abdecken und ca. 60 min ruhen lassen.

2. Für die Kohlfüllung den Wirsing in dünne Streifen schneiden. In der Pfanne bei schwacher Hitze ca. 20 min dünsten und gelegentlich umrühren, sodass der Kohl langsam gleichmäßig zusammenfällt. Danach geraspelte Möhren und in Würfel geschnittene Zwiebeln dazu geben und die Temperatur etwas höher stellen. Alles weitere 20 min anbraten und das Gemüse immer wieder schwenken, damit es nicht anbrennt. Anschließend mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Wareniki mit Kohlfüllung

3. Für die Kartoffelfüllung, in kleine Stifte geschnittene Champignons mit Zwiebelwürfeln goldbraun anbraten. Kurz vor dem Fertigbraten den klein gehackten Knoblauch hinzufügen. Kartoffeln stampfen und mit angebratenen Pilzen vermischen. Mit Salz, Pfeffer und klein gehackten Kräutern würzen.

Wareniki mit Kartoffelfüllung

4. Nun den Teig dünn ausrollen und mit einem Glas oder einer runden Form Kreise mit einem Durchmesser von 6 cm ausstechen. Einen gehäuften Teelöffel Füllung auf die eine Hälfte des Kreises geben und die andere Hälfte umklappen. Den Rand gut zusammendrücken und spiralenförmig eindrehen.

Wareniki füllen

Damit Ihr beim Eindrehen auch alles richtig macht, habe ich für Euch ein Video erstellt. Die gefüllten Wareniki in kochendes Salzwasser geben und ca. 5 Minuten kochen lassen bis sie auf der Oberfläche schwimmen. Die fertig gegarten Teigtaschen gut abtropfen und in Margarine oder Pflanzenöl goldig anbraten.

5. Für den Kräuterdip den Sojajoghurt mit dem Limetten- und Agavendicksaft verrühren. Die Kräuter unterheben und alles cremig pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und zu den gekochten Wareniki servieren. Übrigens lassen sich die Teigtaschen im rohen Zustand super einfrieren und wenn es mal schnell gehen soll, holt man sie aus dem Tiefkühlfach und schwupti wups hat man auf die Schnelle ein köstliches Essen kredenzt.

wareniki-mit-kraeuterdip

10 comments on “Wareniki mit verschiedenen Füllungen und Kräuterdip”

  1. Miriam sagt:

    Meeega gut! Ich hab die wareniki für meinen Mann gekocht, das größte Lob war „wie in meiner Kindheit“

    Mein Teig war arg klebrig, ich denk aber das lag an der selbstgemachten hafermilch.
    Da ich noch nen rest Füllung übrig hab, geht grade nochmal ein Teig, dieses mal mit mandelmilch, fühlte sich schon etwas besser an.
    Ich hab zum ersten Mal sowas selbstgemacht und stand wirklich über 4 Std in der Küche.
    Das füllen und drehen war echt ne Herausforderung.
    Aber bis auf 2-3 Stück haben alle gehalten und vor allem suuuuper geschmeckt.
    Danke fürs Rezept!
    Gerne mehr davon.

    1. veganuschka_de sagt:

      Wow, das freut mich sehr. Ich denke auch, dass die klebrige Konsistenz an der selbstgemachten Hafermilch lag. Aber umso mehr freue ich mich, dass es mit der Mandelmilch funktioniert hat. Und der Kommentar von Deinem Mann, dass die Wareniki ihn an seine Kindheit erinnert haben, hat mich vom Hocker gehauen 🙂

  2. Olga sagt:

    Werde mir am Wochenende eine große Portion machen und einfrieren, damit ich wie die Oma immer jedem Essen andrehen kann .
    Meine Oma hat Medovik mal mit Agavendicksaft gemacht, weil kein Honig im Haus war. Hat super funktioniert 🙂
    Würde mich auch sehr über ein veganes Rezept zu der Torte freuen, vor allem weil ich nicht weiß durch was ich gezuckerte Kondenzmilch ersetzen soll.

    Mach auf jeden Fall weiter so, finde die Rezepte super! 🙂

    1. veganuschka_de sagt:

      Oh ja, mach das. Gestern gab es bei mir übrigens auch Wareniki. Mir ist gestern das Mehl ausgegangen. Ersatzweise habe ich Kartoffelmehl dazu gemischt (Verhältnis 1:1) und der Teig ist super und sogar weicher geworden. Habe nämlich eine Wette auf der Arbeit verloren und durfte meinen Kollegen vegane Wareniki kredenzen. Alle waren total begeistert. Über Medovik habe ich auch schon nachgedacht. Mega lecker und absolut meine Lieblingstorte 😉

  3. Elis sagt:

    Cool kann ich das auch mit Mandelmilch machen ?:)

    1. veganuschka_de sagt:

      Hallo, aber natürlich 😉 Liebe Grüße

  4. Jana sagt:

    Hallo.
    Ich freue mich über deine Rezepte, die ich aus meiner Kindheit kenne! Werde alles nach und nach ausprobieren. ⚘
    Kommen hier noch mehr Rezepte?
    Vielleicht die leckere Torte „Medovik“???
    Danke!!! ❤

    1. veganuschka_de sagt:

      Schön, dass Du meinen Blog gefunden hast. Schon bald folgen neue Rezepte. Medovik ist super lecker, ich liebe diese Torte. Der Boden ohne Honig wird wohl ne kleine Herausforderung sein. Aber da wird mir bestimmt was cooles einfallen 🙂

  5. Vio Schova sagt:

    Super lecker!
    Beide Füllungen sind genial.
    Leider lies sich mein Teig eher schlecht verarbeiten, er war sehr zäh.
    Bei mir sind auch nur um die 20 Stück bei raus gekommen.
    Danke für das tolle Rezept!

    1. veganuschka_de sagt:

      Es wundert mich arg, warum bei dir der Teig zäh war. Mein Teig war sehr geschmeidig und super dehnbar. Welche Hafermilch hast du verwendet, sprich von welchem Hersteller? Und welchen Weizenmehl Typ?

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